Runde Formen wirken im Raum ruhiger als kantige. Der Justus Faro 2.0 ist ein Kaminofen mit zylindrischem Grundriss von 52 × 52 cm, der bei einer Höhe von 119 cm eine schlanke Säule bildet. Oben schließt eine Abdeckplatte aus Speckstein den schwarzen Stahlkorpus ab; sie speichert einen Teil der Wärme und gibt sie nach dem Abbrand langsam an den Raum ab.
Die Nennwärmeleistung beträgt 6 kW bei einem Wirkungsgrad von 80 %. Das Raumheizvermögen ist mit 115 m³ angegeben – ein passender Rahmen für ein Wohnzimmer mit Essplatz oder einen offenen Wohnbereich mittlerer Größe. Der Ofen ist für Dauerbetrieb geeignet und arbeitet im Zeitbrand.
Das Dreifach-Luftsystem versorgt das Feuer mit Primär-, Sekundär- und Tertiärluft und unterstützt so eine saubere Verbrennung. Die große, gebogene Panoramascheibe öffnet den Blick auf die Flammen aus fast jedem Winkel; die Scheibenspülung führt Luft an der Scheibe entlang und hält sie länger frei von Ruß. Eine Automatik besitzt der Ofen nicht, Sie steuern die Luft von Hand.
Robust ausgeführt ist die Gusstür mit Snap-Lock-System, die sich sicher schließt. Ein offenes Holzfach hält einen kleinen Vorrat an Scheiten griffbereit. Als Brennstoff ist Scheitholz vorgesehen, der Brennraum misst 48 × 35 × 30 cm.
Für die Schornsteinplanung nennt das Datenblatt einen Förderdruck von 0,12 mbar, einen Abgasmassenstrom von 5,6 g/s und eine Abgastemperatur von 290. Das Rauchrohr (150 mm) lässt sich oben oder hinten anschließen; für eine externe Luftzufuhr steht ein Stutzen mit 100 mm Durchmesser bereit.
Zu brennbaren Materialien halten Sie seitlich 20 cm, hinten 20 cm und vorn 80 cm Abstand. Mit 125 kg Gewicht gehört der Faro 2.0 zu den schwereren Modellen dieser Größe, prüfen Sie daher die Tragfähigkeit des Bodens.
Setzen Sie nur den in der Betriebsanleitung freigegebenen Brennstoff ein. Scheitholz sollte naturbelassen und trocken sein; nach der 1. BImSchV darf die Restfeuchte höchstens 25 % betragen. Lagern Sie das Holz gut belüftet und geschützt vor Regen. Feuchtes Holz verrußt die Scheibe, belastet den Schornstein und heizt deutlich schlechter.
Aufstellung, Rauchrohranschluss und Inbetriebnahme gehören in die Hände von Fachleuten. Beachten Sie die Herstellervorgaben und die örtlichen Vorschriften, und lassen Sie die Anlage vom Bezirksschornsteinfeger abnehmen, bevor Sie den Ofen regulär nutzen. Ein nicht brennbarer Bodenschutz vor der Feuerraumtür fängt herausfallende Glut auf. Entfernen Sie Asche regelmäßig im abgekühlten Zustand und lassen Sie Ofen und Abgasweg mindestens einmal jährlich von einem Fachbetrieb prüfen. Reinigen Sie die Sichtscheibe nur bei kaltem Ofen mit einem dafür geeigneten Mittel.




































































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